Otto Brües



Lebensdaten

geboren: 01.05.1897 in Krefeld
gestorben: 18.04.1967 in Krefeld

Berufe
Redakteur, Schriftsteller
Biografie

Studium der Germanistik und Kunstgeschichte in Köln und Bonn, ab 1922 Feuilleton-Redakteur der »Kölnischen Zeitung« bzw. des »Stadt-Anzeigers« (bis 1945), politisch ungebunden, aber vom NS-Regime gefördert; regelmäßiger Mitarbeiter der offen nationalsozialistischen »Kultur«-Zeitschrift »Rheinische Blätter«; Lektor für Theaterkritik an der Universität zu Köln (1953-1963) und Kultur-Redakteur des »Mittag«, lebte seit 1945 in Au/Oberbayern, Düsseldorf und Krefeld; Gedichte, Gedichtzyklen, Balladen, Romane, Novellen, Kurzgeschichten, deren Schauplatz rheinische Landschaft ist; Essays und volkstümliche Dramen mit religiösen und historischen Inhalten, 1942 Rheinischer Literaturpreis; 1967 Ehrenbürger der Stadt Krefeld.

... mehr lesen weniger
Werke
(Ausw.): Die dt. Jugend u. d. liberale u. nationale Gedanke 1909; Grundlagen d. Liberalismus 1920; Student, Liberalismus u. Hochschulreform 1920; Walter Flex u. seine Dichtg. in unserer Zeit 1920; Neue dt. Jugend (4 Aufsätze: Die toten Freunde - Gorch Fock - Rhein. Schicksal, dt. Schicksal - Der Wald) 1921; Walter Hasenclever (m. P. J. Cremers) 1922; Heilandsflur (Tr.) 1923; Stab u. Stein (Schsp.) 1923; Die Füchse Gottes (Schsp.) 1923; Der Prophet von Lochau (Schsp.) 1923; Heilige Helden, Narren u. Musikanten (Erz.) 1923; Das Albrecht-Dürer-Spiel 1924, 2. Aufl. 1936; Rheinische Sonette 1924; Die kl. Feiern (Ess.) 1924; Der Farbkasten (Nov.) 1925; Zwei Novellen (Klas Pottbäcker - Michael Brausewetter) 1925; Seydlitz in Kalkar (Sp.) 1925; Gedichte 1926; Lyonels Kinder (Schsp., m. H. Steguweit) 1927; Jupp Brand (Rom.) 1927; Hundertzwanzig Mark (Schsp.) 1929; Die Probe u. andere Erz. 1930; Die Jugendburg (Sp.) 1930; Die Weihe d. Knaben (Chorsp.) 1930; Der Walfisch im Rhein (Rom.) 1931; Die Wiederkehr (Rom.) 1932; Das Mädchen v. Utrecht (Erz.) 1933, 4. Aufl. 1941; Die Fahrt zu d. Vätern (Rom.) 1934 (Neuausg. 1944); Vor d. Sturm (Kl. Gesch. aus meiner Jugend) 1934; Fliegt d. Blaufuß? (Rom.) 1935, 3. Aufl. 1943; Der alte Wrangel (Kom.) 1935; Licht v. Thule. Reisen nach Norden u. Süden (Ess.) 1936; Der schlaue Herr Vaz (Rom.) 1937; Zarte Weisen von bunten Reisen (Gesch.) 1937: Heiterkeit d. Herzens (Gesch.) 1937; Das Rheinbuch 1938; Marie im neuen Land (Rom.) 1938; Das Gauklerzelt (Rom.) 1939 (neu als Feldausg., hg. v. OKW 1940, 81.-100 Tsd. 1943); Die Affen d. gr. Friedrich od. Eine Geschichte v. Handel u. Fahne (Forts. v. »Mädchen v. Utrecht«) 1939; Mein Weihnachtsbuch f. Euch 1939; Was d. Pütt seinem Jüngsten mitbrachte (Erz.) 2. Aufl. 1939; An d. vier Wällen (Neuausg. v. »Vor d. Sturm«) 1940; Vanderloos Töchter (Kom.), o.J. (um 1940); Der Spiegel der Helena (Schsp.) 1941; Otto v. Bismarck, gesehen v. 3 Dichtern (m. R. Euringer u. W. Schäfer) 1941; Die Sonate (Nov.) 1941; Weites Feld d. Liebe (Heitere Gesch.) 2. Aufl. 1942; Wir müssen ja bestehen (Ged.) 1942; Die goldenen Schwingen. G.D. Tiepolos Radierungen »Die Flucht nach Ägypten« (Ged. u. Ess.) 1942; Nordische Symphonie (Ess.) 1943; Schloß Moyland 1943 (Neuausg. 1967 u. 1969); Von d. Volkstümlichkeit (Rede) 1943; Braune Spindeln (Erz.) 1944; Wippsteert (Erz.) 1947; Das vergessene Lied (Rom.) 1947; Mutter Annens Sohn (Rom.) 1948; Der Silberkelch (Rom.), 2 Bde. 1948; Die Brunnenstube (Ged.) 1948; Simon im Glück (Rom.) 1949; Sturm u. Stille (Ges. Dramen) 1949; Das Gastmahl am Wapper (Nov.) 1951; Die Höhle Tubuk (Nov.) 1-2. Aufl. 1952; Mozart u. d. Fräulein v. Paradis (Nov.) 2. Aufl. 1952; Das wiedergewonnene Antlitz (5 Nov.) 1953; Louise Dumont. Umriß v. Leben u. Werk 1956; Menander bleibt in Athen (Lsp.) 1956; Die kluge Anna (Lsp.) 1956; Johanna in d. Zelten (Schsp.) 1956; Don Juan u. d. Abt (Nov.) 1957; So weit die Erde reicht (Freilichtsp.) 1957; Das neue Düsseldorf (Stationen einer Wandlung, m. F. Tamms) 1957; Nansen (Schsp.) 1958; Geheimnis d. Heimat (Rede) 1959; Das Gold d. drei Könige (Legenden, Erz.) 1959; Der Krippenschnitzer (Erz.) 1960; Kette u. Schuß. Krefelder Histörchen 1963; Honigkuchen u. Picasso (Erz.) 1966; Die schönste Krippe (Erz.) 1966; ...und immer sang d. Lerche (Mem.) 1967; postum: Gut gebrüllt, Löwe. Eine Fibel d. Theaterkritik 1967; Die Dame (Nov.) 1975; Elena Gaddi (Nov.) 1994; Thomas Mann. Rede u. ges. Aufs. (Hg. E. Brües u. F. Janssen) 1996; Zw. Chiemsee, Wendelstein u. Tegernsee 1997; Du darfst im Außenbild d. Innen sehen (Ged., Hg. E. Brües) 1998; Das Urteil vom Santo Uffizio 2001 (Hg. V. O.B.-Freundeskreis); Die Erde lebt in ewigen Schöpfertaten (Hg. E. Brües) 2003; Über Maler und Malerei am Niederrhein (Aufs., hg. v. E. Brües u. F. Jansen) 2004.
... mehr lesen weniger
Herausgaben
Der Rhein in Vergangenheit u. Gegenwart 1925; Rhein. Almanach (m. H. Stephan) 1925; Köln von A - Z. Ein Almanach 1937; L. Dumont, Lebensfeiertag (Briefe an G. Lindemann) 1948; Rudi v. Endt, Was dem einen d. Amsel 1951; Richard Gessner, Ein Maler sieht das Ruhrgebiet 1953; Wilhelm Schmurr 1957; Werner u. Liselotte Schramm 1965.
Sekundärliteratur
Lennartz 1984, S. 301-304; DLL 2; Killy 2; DBE 2; KAL 1; J. Cladders, O.B. Eine Untersuchung z. Dichtungs- u. Geistesgesch. d. Rheinlande (Diss., masch.) Bonn 1955; E. Brües, Zw. Rhein u. Maas war ich jung. Der Schriftsteller O. B. (1897-1967). Bilder, Bücher, Briefe - Fotos, Manuskripte, Dokumente [Kat. zur Ausstellg. im HAStK], Krefeld 1997; Zur Diskussion. Zuckmayers „Geheimreport“ u.a. Beiträge zur Zuckmayer-Forschung (Hg. G. Nickel, E. Rotermund, H. Wagener), Göttingen 2002.
... mehr lesen weniger
Institution
Niederrheinisches Literaturhaus Otto-Brües-Haus
Nachlass

Teilnachlass

Ordnung
in Bearbeitung
Nutzung
genehmigungspflichtig
Inhalt

Werkmanuskripte, Korrespondenz, Lebensdokumente u. Sammlung v. Theaterrezensionen.

Institution
Stadtarchiv Krefeld
Nachlass

Teilnachlass

Ordnung
unverzeichnet, Nachlassbibliothek katalogisiert
Umfang
ca. 4 m
Nutzung
für wissenschaftliche Forschung frei
Signatur
Bestand 40/3
Inhalt

Werkmanuskripte: Rede- und Dramenmanuskripte, Tagebücher; Nachlassbibliothek vorhanden;
Hinweis: Der größte Teil des Nachlasses befindet sich im Otto-Brües-Haus, wo er z. Zt. bearbeitet wird.